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FansUNITED wurde 1989 von Oliver Brenneisen und Guido Karp als "The FAN Association Brenneisen und Karp GbR" in Koblenz (Deutschland) gegründet. Hintergrund war hier Guido Karp’s Arbeit mit der britischen Band Spandau Ballet (www.spandauballet.com - größte Hits "True", "Gold", "Only when you leave"...) 1989, die diverse "Bootlegger" (unberechtigte Anbieter von Konzertfotos) rechtlich verfolgt haben.
Als Hintergrund sollte man verstehen: wenn jemand heute Fotos macht, dann darf man die nicht zwingend veröffentlichen oder verkaufen. Jede Verwendung bedarf des Einverständnis der abgebildeten Person. Nun gibt es ja die vielzitierten "Personen der Zeitgeschichte" – also Prominente, deren Rechte am eigenen Bild aufgrund ihrer Popularität eingeschränkt scheinen. Dies gilt aber – wenn überhaupt, die Rechte verschärfen sich hier (zu Recht!) zu Gunsten der abgebildeten Personen sehr) – nur für Fälle, in denen das so genannte "öffentliche Interesse" vorrangig ist, also überwiegend für die Presse.
Wenn man heute also ein Bild von z.B. Robbie Williams vor seinem Haus oder auch beim Verlassen des Hotels fotografiert, dann müsste sich dieser überwiegend damit abfinden, dass solche Fotos wegen des öffentlichen Interesses in Zeitungen abgedruckt werden.
Anders aber, wenn man die Fotos dann auf Ebay oder in Fan-Foren verkauft. Hier wird nicht dem Informationsgehalt des Bildes gehandelt, sondern mit dem Produkt Foto, das hier dann wie ein Poster, eine Tasse oder ein T-Shirt zu sehen ist. Und genau für einen solchen Handel benötigt man immer das Einverständnis der abgebildeten Person(en). Und zwar ausnahmslos.
Zurück zu Spandau Ballet: die Band war höchst unglücklich darüber, dass hier Menschen teils sehr unvorteilhafte Fotos verkauft haben, und hier mit der seinerzeitigen unglaublichen Popularität "seltsame Geschäfte" machen wollten.
Der damals schon zweimal als Music Photographer Of The Year nominierte Starfotograf Guido Karp (www.guidokarp.com) war mit Spandau Ballet als Tourfotograf unterwegs – und sein damaliger Assistent Oliver Brenneisen (www.obcn.org) hatte spontan die Idee, mit der Band einen Deal zu machen – und die offziell von der Band freigegebenen Fotos an Fans zu verkaufen.
Die Vorteile für alle lagen (bzw. liegen) auf der Hand:
Von dort nahmen die Dinge ihren Lauf – und die ersten fleissigen Hände halfen der FAN Association, vor dem Konzert anfangs fotokopiert, später sauber gedruckte "Konzertfoto-Gutscheine" zu verteilen. Gegen Einsendung des Gutscheins mit Rückporto gab es dann eine (zunächst fotokopierte, später s/w gedruckte) Konzertfoto-Broschüre, das "Info". Und damit das Ganze auch für die Fans entsprechend attraktiv war, gab’s zusätzlich auch ein Foto kostenlos – das "Gratisfoto" (anfangs 9x13cm, heute 10x15cm).
Im "Info" gab – bzw. gibt es bis heute die schönsten Fotos der Show – alle von den Künstlern persönlich ausgesucht. Immer wieder hat gerade dieser Satz höchste Zweifel geweckt – aber tatsächlich ist dies von Anfang an der wichtigste Satz in den Künstlerverträgen – jeder will seine Fotos selbst "approven". Wichtiger noch: die Strafen für "nicht-approvte" Fotos erreichen astronomische Höhen (was bei FansUNITED aber keine Rolle spielt, denn bei FansUNITED werden bis heute ausschließlich persönlich ausgesuchte Fotos angeboten - egal ob Hansi Hinterseher oder AC/DC...).
Auf Spandau Ballet 1989/1990 folgte dann die Howard Carpendale Tournee, das sensationelle "The Wall" Spektakel auf dem Potsdamer Platz in Berlin (wo allein 150.000 Konzertfoto-Gutscheine von 150 Austeilern verteilt wurden!) – sowie Depeche Mode, bei denen dann erstmals nicht die Fotos des Haus-und-Hof-Fotografen Guido Karp, sondern die des Kollegen und engen Depeche Mode-Freundes Anton Corbijn (www.corbijn.co.uk) angeboten wurden.
Von dort nahm die Entwicklung ihren Lauf. Die GbR wandelte zur GmbH, Michael Meißner stieg auf zum Geschäftsführer. Zug um Zug kamen weitere tolle Fotografen ins Team (u.a. Robert John (www.robertjohnphotography.com), Gene Kirkland (www.genekirklandphotography.com), Kai Myller (www.kamue.com), um nur die häufigsten zu nennen)
Auch eroberte man von Künstler zu Künstler neue Territorien. Nach den am nächstliegendsten Konzerten in Österreich und der Schweiz (und natürlich: damals gab es noch die DDR!) kamen Zug um Zug Holland, England, Irland, Frankreich und Ende der Neunziger dann sogar die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan hinzu.
Und der Westerwald! 1996 erfolgte der Umzug aus "Harlem Ost" in Koblenz in die wunderschöne Jugenstilvilla in Höhr-Grenzhausen (ca 20km von Koblenz).
Weichen musste im Zuge der Internationalisierung musste dann leider auch der Name "The FAN Association", da in einigen Ländern das Wort "Association" in der Firmierung caritativen Vereinigungen vorbehalten ist. So wurde 2000 aus "The FAN Association GmbH" die "FansUNITED GmbH".
Ähnlich eindrucksvoll wie die Länder-Liste dann auch die der Künstler, die sich wie das Who-is-who der nationalen und internationalen Musikszene liest – und mit fast 1000 begleiteten Tourneen den Rahmen hier sprengen würde. Außerdem: wir haben alle gleich lieb. Egal ob Daniel K oder Mick J – FansUNITED steht im Zeichen der Fans.
Viele viele tausend, zehntausend, hunderttausend Fans haben wir seit 1989 mit unseren Fotos begeistern können. Das Internet führt uns – wie so viele andere auch – in eine neue Dimension. Im Zeitalter der elektronischen Kommunikation hat der gute alte Konzertfoto-Gutschein – sehr zum Leidwesen unserer vielen tausend Verteiler auf der ganzen Welt (nochmals ganz herzlich DANKE!) bis auf weiteres ausgedient – und auch unser "Info" wird in der derzeit gedruckten Version wohl aussterben. Nicht aufgeben aber werden wir unsere Leidenschaft für ausgezeichnete Fotos – in der bestmöglichen Qualität geprinted. Dafür stehen wir, die FansUNITED, für Fans in aller Welt.